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Die Mallet-Dampflokomotive G 2×3/3 104 der Museumsbahn Blonay–Chamby, ex Süddeutsche Eisenbahn Gesellschaft SEG 104 „Zell“ (später Mittelbadische

(ID 619093)




Die Mallet-Dampflokomotive G 2×3/3 104 der Museumsbahn Blonay–Chamby,  ex Süddeutsche Eisenbahn Gesellschaft SEG 104 „Zell“ (später Mittelbadische Eisenbahngesellschaft MEG 104) am 19.05.2018 im Depot in Chaulin.

Die Mallet-Lok wurde 1925 von Hanomag (Hannoversche Maschinenbau AG) unter der Fabriknummer 10437 gebaut. Die Lok basiert dabei auf der Entwicklung der 1917 von Henschel an die Heeresfeldbahn gelieferten 20 C'C-Mallet-Lok, jedoch als Nassdampfmaschinen ausgeführt. Einer dieser 20 Loks wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges an die Königlich Bayerische Staatsbahn verkauft und wurde zur Bayerische Gts 2×3/3 Bayern 996. Nach der Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn wurde diese zur  DR 99 201 und als Baureihe 99.20 geführt. 

Die SEG 104 „Zell“ fuhr lange Zeit auf der Strecke Zell-Todtnau im oberen Wiesental. Doch in den letzten Jahren gab es für sie nur noch wenig zu tun. So wanderte sie in den dunklen Schuppen in Todtnau und wurde nur noch gelegentlich unter Dampf gesetzt.
Mit der Stilllegung der Kleinbahn-Strecke sollte sie verschrottet werden. Die Schweizer Eisenbahnfreunde retteten jedoch diese formschöne Lokomotive. Seit 1967 ist sie bei der Museumseisenbahn  Blonay-Chamby.

Geschichte der Mallet-Lokomotiven:
Der zunehmende Verkehr auf schmalspurigen Eisenbahnen erschloss Mallet ein anderes Wirkungsfeld. Diese Bahnen benötigten stärkere und damit größere Maschinen, als es die engen Kurven der Schmalspurstrecken zuließen. Die einzige Lösung schienen hier Lokomotiven mit schwenkbaren Fahrwerken zu sein. Dazu waren bereits die Bauarten von Fairlie und Meyer verbreitet, die schwenkbare Maschineneinheiten verwendeten. Die einzelnen Einheiten wurden mit Dampf über flexible Verbindungen gespeist, die sich jedoch stets als Schwachpunkt der Maschinen erwiesen. Mallet entwickelte stattdessen eine Bauart mit zwei Fahrwerken, von denen nur das vordere, unter der Rauchkammer befindliche Fahrwerk schwenkbar gelagert war, während der Kessel fest auf dem anderen Fahrwerk ruhte. Damit reduzierte sich die Zahl der flexiblen Verbindungen um die Hälfte. Der wesentliche Unterschied der Konstruktion von Mallet im Vergleich zu den Bauarten Fairlie und Meyer war aber die perfekte Anwendung eines Verbundtriebwerkes. Der Frischdampf wird zunächst zu den Hochdruckzylindern des fest gelagerten Fahrwerks geleitet und nach dem Auslass in die Niederdruckzylinder des vorderen beweglichen Fahrwerks. Die dorthin führende bewegliche Dampfleitungsverbindung war wegen des geringeren Drucks besser beherrschbar als bei reiner Frischdampf-Versorgung. Diese Bauart ließ Mallet sich 1884 patentieren. 

Dampflokomotiven haben im Allgemeinen zwei Arbeitszylinder, die Mallet-Loks besitzen diese Einrichtungen doppelt, also 4 Zylinder mit zugehörigen Triebwerksgruppen. Der Abdampf der ersten ist gleichzeitig der Arbeitsdampf der zweiten Zylindergruppe.

Bayrische Bauartbezeichnung Gts 2×3/3
Schweizerische Bauartbezeichnung G2 x 3/3
Deutsche Reichsbahn Baureihe 99.20

Mallet-Lokomotive C'C-n4vt
- C'C = Dampflokomotive mit 2 Triebwerken, das erste davon beweglich gelagert, zu je 3 Treibachsen
- n4 = Naßdampf und 4 Zylinder
- v = Verbundwirkung zwischen den Hoch- und Niederdruck-Zylindern
- t = Brennstoff und Wasservorräte werden auf der Lokomotive mitgeführt
- (in neuerer Schreibweise wird häufig das  t  weggelassen.
- Bei Angaben ohne  t  handelt es sich dann immer um eine Tenderlok, im Gegensatz dazu  T  = Schlepptenderlok).

Technische Daten:
Spurweite: 1.000 mm.
Länge über Puffer:  11.560 mm
Achsabstände: 1.250 mm / 1.250 mm / 2.000 mm / 1.250 mm / 1.250 mm
Triebraddurchmesser: 900 mm
Leergewicht: 45,0 t
Dienstgewicht:  56,5 t
Zylinder:  2 ND vorne Ø = 620 mm  und 2 HD hinten Ø = 450 mm
Kolbenhub:  450 mm
Kesseldruck max.: 14 bar
Leistung:  585 PS
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h
Wasservorrat:  6,03 m³
Kohlevorrat: 1,5 t


Die Mallet-Dampflokomotive G 2×3/3 104 der Museumsbahn Blonay–Chamby, ex Süddeutsche Eisenbahn Gesellschaft SEG 104 „Zell“ (später Mittelbadische Eisenbahngesellschaft MEG 104) am 19.05.2018 im Depot in Chaulin.

Die Mallet-Lok wurde 1925 von Hanomag (Hannoversche Maschinenbau AG) unter der Fabriknummer 10437 gebaut. Die Lok basiert dabei auf der Entwicklung der 1917 von Henschel an die Heeresfeldbahn gelieferten 20 C'C-Mallet-Lok, jedoch als Nassdampfmaschinen ausgeführt. Einer dieser 20 Loks wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges an die Königlich Bayerische Staatsbahn verkauft und wurde zur Bayerische Gts 2×3/3 Bayern 996. Nach der Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn wurde diese zur DR 99 201 und als Baureihe 99.20 geführt.

Die SEG 104 „Zell“ fuhr lange Zeit auf der Strecke Zell-Todtnau im oberen Wiesental. Doch in den letzten Jahren gab es für sie nur noch wenig zu tun. So wanderte sie in den dunklen Schuppen in Todtnau und wurde nur noch gelegentlich unter Dampf gesetzt.
Mit der Stilllegung der Kleinbahn-Strecke sollte sie verschrottet werden. Die Schweizer Eisenbahnfreunde retteten jedoch diese formschöne Lokomotive. Seit 1967 ist sie bei der Museumseisenbahn "Blonay-Chamby.

Geschichte der Mallet-Lokomotiven:
Der zunehmende Verkehr auf schmalspurigen Eisenbahnen erschloss Mallet ein anderes Wirkungsfeld. Diese Bahnen benötigten stärkere und damit größere Maschinen, als es die engen Kurven der Schmalspurstrecken zuließen. Die einzige Lösung schienen hier Lokomotiven mit schwenkbaren Fahrwerken zu sein. Dazu waren bereits die Bauarten von Fairlie und Meyer verbreitet, die schwenkbare Maschineneinheiten verwendeten. Die einzelnen Einheiten wurden mit Dampf über flexible Verbindungen gespeist, die sich jedoch stets als Schwachpunkt der Maschinen erwiesen. Mallet entwickelte stattdessen eine Bauart mit zwei Fahrwerken, von denen nur das vordere, unter der Rauchkammer befindliche Fahrwerk schwenkbar gelagert war, während der Kessel fest auf dem anderen Fahrwerk ruhte. Damit reduzierte sich die Zahl der flexiblen Verbindungen um die Hälfte. Der wesentliche Unterschied der Konstruktion von Mallet im Vergleich zu den Bauarten Fairlie und Meyer war aber die perfekte Anwendung eines Verbundtriebwerkes. Der Frischdampf wird zunächst zu den Hochdruckzylindern des fest gelagerten Fahrwerks geleitet und nach dem Auslass in die Niederdruckzylinder des vorderen beweglichen Fahrwerks. Die dorthin führende bewegliche Dampfleitungsverbindung war wegen des geringeren Drucks besser beherrschbar als bei reiner Frischdampf-Versorgung. Diese Bauart ließ Mallet sich 1884 patentieren.

Dampflokomotiven haben im Allgemeinen zwei Arbeitszylinder, die Mallet-Loks besitzen diese Einrichtungen doppelt, also 4 Zylinder mit zugehörigen Triebwerksgruppen. Der Abdampf der ersten ist gleichzeitig der Arbeitsdampf der zweiten Zylindergruppe.

Bayrische Bauartbezeichnung Gts 2×3/3
Schweizerische Bauartbezeichnung G2 x 3/3
Deutsche Reichsbahn Baureihe 99.20

Mallet-Lokomotive C'C-n4vt
- C'C = Dampflokomotive mit 2 Triebwerken, das erste davon beweglich gelagert, zu je 3 Treibachsen
- n4 = Naßdampf und 4 Zylinder
- v = Verbundwirkung zwischen den Hoch- und Niederdruck-Zylindern
- t = Brennstoff und Wasservorräte werden auf der Lokomotive mitgeführt
- (in neuerer Schreibweise wird häufig das "t" weggelassen.
- Bei Angaben ohne "t" handelt es sich dann immer um eine Tenderlok, im Gegensatz dazu "T" = Schlepptenderlok).

Technische Daten:
Spurweite: 1.000 mm.
Länge über Puffer: 11.560 mm
Achsabstände: 1.250 mm / 1.250 mm / 2.000 mm / 1.250 mm / 1.250 mm
Triebraddurchmesser: 900 mm
Leergewicht: 45,0 t
Dienstgewicht: 56,5 t
Zylinder: 2 ND vorne Ø = 620 mm und 2 HD hinten Ø = 450 mm
Kolbenhub: 450 mm
Kesseldruck max.: 14 bar
Leistung: 585 PS
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h
Wasservorrat: 6,03 m³
Kohlevorrat: 1,5 t

Armin Schwarz 11.07.2018, 2467 Aufrufe, 0 Kommentare

EXIF: Canon Canon EOS 6D, Belichtungsdauer: 1/80, Blende: 10/1, ISO3200, Brennweite: 24/1

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La DER du Blonay Chamby 2024 - während links im Bild die Nieten der SEG G 2x 2/2 105 ins Bild reichen, erreicht im Hintergrund der RhB ABe 4/4 I 35 von Chaulin kommend den Bahnhof von Blonay.

27. Okt. 2024
La DER du Blonay Chamby 2024 - während links im Bild die Nieten der SEG G 2x 2/2 105 ins Bild reichen, erreicht im Hintergrund der RhB ABe 4/4 I 35 von Chaulin kommend den Bahnhof von Blonay. 27. Okt. 2024
Stefan Wohlfahrt

Festival Suisse de la vapeur / Schweizer Dampffestival 2026 - Obwohl ich nun das Glück habe, öfters des Festival Suisse de la vapeur besuchen zu dürfen könnte man denken, dass die Motive eines Tages ausgehen. Doch wie dieses Bild zeigt ist dem nicht so. Dies liegt in diesem Fall am Besuch der G 2/2 TICINO! Die A 3/5 mag aus meiner Sicht eine der schönsten Dampflok sein, doch die G 2/2 TICINO ist mir so richtig an Herz gewachsen, konnte ich doch (2018) auf der G 2/2 TICINO zum ersten Mal auf dem Führerstand mitfahren. Um so mehr freute ich mich, dass die G 2/2 TICINO das diesjährige Dampffestival bereichert. Nachdem ich erst dachte, die Lok in der Menschenmasse kaum fotografieren zu können bot sich mir dann die  Gelegenheit die G 2/2 Ticino in der Lokbehandlung von Chaulin fotografieren zu können. 

Von Alters her war die Magadino-Ebene eine fruchtbare Landschaft, bis 1515 ein Bergsturz die Gegend verwüstete. Mit dem Bau der Eisenbahn nach Locarno Ende des 19 Jahrhunderts wurde dann die Sumpflandschaft entwässert und der Ticino begradigt. Dazu erhielt das Consorzio Correzione del Fiume Ticino diese kleine G 2/2 Bn2t. Die Lok wurde von Arnold Jung in Jungenthal bei Kirchen im Jahre 1889 unter der Fabriknummer 59 gebaut. 1941 wurde die Lok abgestellt und am 20. Mai 2016 als Leihgabe der Familie Travani an Martin Horath abgegeben. Seit dem 3. Sept. 2016 fährt die Lok wieder. 

24. Mai 2026
Festival Suisse de la vapeur / Schweizer Dampffestival 2026 - Obwohl ich nun das Glück habe, öfters des Festival Suisse de la vapeur besuchen zu dürfen könnte man denken, dass die Motive eines Tages ausgehen. Doch wie dieses Bild zeigt ist dem nicht so. Dies liegt in diesem Fall am Besuch der G 2/2 TICINO! Die A 3/5 mag aus meiner Sicht eine der schönsten Dampflok sein, doch die G 2/2 TICINO ist mir so richtig an Herz gewachsen, konnte ich doch (2018) auf der G 2/2 TICINO zum ersten Mal auf dem Führerstand mitfahren. Um so mehr freute ich mich, dass die G 2/2 TICINO das diesjährige Dampffestival bereichert. Nachdem ich erst dachte, die Lok in der Menschenmasse kaum fotografieren zu können bot sich mir dann die Gelegenheit die G 2/2 Ticino in der Lokbehandlung von Chaulin fotografieren zu können. Von Alters her war die Magadino-Ebene eine fruchtbare Landschaft, bis 1515 ein Bergsturz die Gegend verwüstete. Mit dem Bau der Eisenbahn nach Locarno Ende des 19 Jahrhunderts wurde dann die Sumpflandschaft entwässert und der Ticino begradigt. Dazu erhielt das Consorzio Correzione del Fiume Ticino diese kleine G 2/2 Bn2t. Die Lok wurde von Arnold Jung in Jungenthal bei Kirchen im Jahre 1889 unter der Fabriknummer 59 gebaut. 1941 wurde die Lok abgestellt und am 20. Mai 2016 als Leihgabe der Familie Travani an Martin Horath abgegeben. Seit dem 3. Sept. 2016 fährt die Lok wieder. 24. Mai 2026
Stefan Wohlfahrt

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Festival Suisse de la vapeur / Schweizer Dampffestival 2026 - Obwohl ich nun das Glück habe, öfters des Festival Suisse de la vapeur besuchen zu dürfen könnte man denken, dass die Motive eines Tages ausgehen. Doch wie dieses Bild zeigt ist dem nicht so. Dies liegt in diesem Fall am Besuch der G 2/2 TICINO! Die A 3/5 mag aus meiner Sicht eine der schönsten Dampflok sein, doch die G 2/2 TICINO ist mir so richtig an Herz gewachsen, konnte ich doch (2018) auf der G 2/2 TICINO zum ersten Mal auf dem Führerstand mitfahren. Um so mehr freute ich mich, dass die G 2/2 TICINO das diesjährige Dampffestival bereichert. Nachdem ich erst dachte, die Lok in der Menschenmasse kaum fotografieren zu können bot sich mir dann diese Gelegenheit: Aus Blonay kommend dampft die HG 3/4 N° 3 mit ihrem Dampfzug in Richtung Chamby, während die kleine TICINO mit Kohle/Holz und Wasser versorgt, auf die Rangierfahrt in den Musemsbahnhof wartet. 24. Mai 2026
Stefan Wohlfahrt

Festival Suisse de la vapeur / Schweizer Dampffestival 2026 - wie man sieht, ist die Gastlok G 2/2 TICINO nicht zum Vergnügen nach Chaulin gekommen, sondern zum Rangieren. 

25. Mai 2026
Festival Suisse de la vapeur / Schweizer Dampffestival 2026 - wie man sieht, ist die Gastlok G 2/2 TICINO nicht zum Vergnügen nach Chaulin gekommen, sondern zum Rangieren. 25. Mai 2026
Stefan Wohlfahrt






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